Vasektomie / Sterilisation

Die Vasektomie wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Dabei werden die im Samenstrang befindlichen Samenleiter (Ductus deferens) im Bereich des Hodensacks durchtrennt.

Die Vasektomie ist bei abgeschlossener Familienplanung oder sicherem Ausschluss eines Kinderwunsches eine hervorragende Empfängnisverhütung. Andere Verhütungsverfahren wie Kondome sind weniger sicher, oder aber teurer und mit mehr Nebenwirkungen behaftet wie bei den antihormonellen Verhütungsverfahren oder deutlich riskantere Eingriffe wie die weibliche Sterilisationsoperation (Tubensterilisation).

Die Operation wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt.  Bei der no-scalpel Vasektomie erfolgt nur eine kleine Hautöffnung (<10 mm), die Freilegung der Samenleiter wird dann minimal-invasiv mit Spezialinstrumenten durchgeführt.Der Arzt entfernt jeweils ein etwa 1 bis 3 cm langes Stück des Samenleiters. Diese werden anschließend im Bereich der Schnittstellen verödet, sowie zusätzlich umgeschlagen und mit chirurgischem Nahtmaterial unterbunden. 

Bei abgeschlossener Familienplanung ist die Vasektomie die optimale Lösung zur dauerhaften Verhütung.

Die Hormonproduktion in den Hoden bleibt unverändert erhalten. Auch die Erektionsfähigkeit wird nicht beeinflusst. Das Ejakulat eines sterilisierten Mannes enthält keine Spermien mehr, ansonsten ist es weitestgehend unverändert. Die meisten Paare beschreiben die Sexualität nach einer Vasektomie als besser und intensiver, da störende Ängste vor einer ungewollten Schwangerschaft nicht mehr gegeben sind. 

Unerwünschte Nebenwirkungen und Komplikationen sind insgesamt selten, so dass der Eingriff insgesamt sehr gut verträglich ist. Nach der Operation kann es zu blauen Flecken und Blutergüssen am Hodensack kommen, selten treten Infektionen oder Schmerzen auf. Das Risiko von Schmerzen während und nach der Operation sowie das Risiko einer Nachblutung oder Infektion wird mit der Technik der no-scalpel Vasektomie deutlich verringert.

Nach der Operation sollte man sich für 1-2 Tage schonen, ein Fadenzug ist nicht notwendig. Duschen ist ab dem 2. Tag erlaubt. Auf Vollbäder und Sauna sollte für ein bis zwei Wochen verzichtet werden. 

Die Vasektomie gilt statistisch betrachtet als eine der sichersten und dauerhaftesten Verhütungsmethoden überhaupt. Da sich nach der Vasektomie bis zu zwölf Wochen noch Spermien in der Samenflüssigkeit befinden können, ist es üblich, nach beispielsweise drei und 6 Monaten das Ejakulat auf Samenfäden zu untersuchen.

Die Kosten für eine Vasektomie sind eine private Gesundheitsleistung und werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Die Kosten der Erstberatung zur Vasektomie werden allerdings von den Krankenkassen bezahlt, so dass Sie sich jederzeit kostenneutral einen Beratungstermin in unserer Praxis vereinbaren können. 


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